Mit einem Besucherrekord endete am Sonntag die 26. Ausgabe der JazzBaltica. 13.500 Jazzliebhaber und Neugierige kamen zum dreitägigen Jazzfestival an der Ostsee.
»Dieses Jahr haben wir alles erlebt: strahlende Sonne, kühles Nass von oben, Gewitter – aber durch die Musik haben alle ihre gute Laune behalten und mitgeholfen, das Festival erneut zu einem Highlight zu machen«, so Nils Landgren.
Auch in seinem fünften Jahr als künstlerischer Leiter besann sich Nils Landgren auf die ursprüngliche Idee des Festivals: den musikalischen Austausch zwischen Künstlern der Ostseeregion. Ebenso mit dabei: die deutsche Pianistin Anke Helfrich, die das erste Mal samt ihrem Trio und dem Trompeter Tim Hagans auf der großen Bühne auftrat und dem Publikum ihre wunderschöne Widmung an das Leben offenbarte sowie der Schlagzeuger Christian Lillinger, der mit seiner neuen Band Amok Amor vom swingenden Bebop zur völlig freien Spielweise eine ungewöhnliche Mischung an Musikstilen darbot.
Wie offen der Jazz für Einflüsse anderer Kulturen ist zeigten der kubanische Pianist Omar Sosa und das Omer Klein Trio aus Israel, das das Publikum fantasiereich und energiereich berauschte. Einen Tag später präsentierte die NDR Bigband mit dem jungen Polen Adam Bałdych einen atemberaubenden Violinisten.
Den Festivalausklang läutete das Berliner Quartett Mo‘ Blow mit Nils Landgren als special guest ein – ein Funk-Feuerwerk der Extra-Klasse. Auch das kostenfreie Rahmenprogram auf der Open-Air-Bühne, der Night Stage und in der Reihe @the beach wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.
Junge Talente aus Norddeutschland wie etwa die Hamburger Band We don`t suck,
we blow! stellten ihr Können unter Beweis.